Home-Office mit Handwerkersoftware? Geht auch!

Flexible Arbeitsmodelle im Handwerk sind gefragter denn je – besonders die Möglichkeit zum Home-Office kann für junge Bewerber ein ausschlaggebendes Argument sein. Wir zeigen, wie auch Handwerksbetriebe das Arbeiten von zuhause aus anbieten können.

Zugegeben: Es klingt erstmal schwer vorstellbar mit dem Home-Office im Handwerk. Elektriker, Heizungsbauer und Klima-Techniker müssen natürlich vor Ort beim Kunden sein, um ihre technischen Anlagen einzubauen oder zu reparieren. Doch für die Mitarbeiter im Büro wie Buchhalter, Disponenten und Kundenbetreuer ist es dank digitaler Software-Anwendungen leicht möglich, von zuhause aus alle wichtigen Aufgaben zu erledigen. Und selbst die Handwerker können profitieren – dazu aber später mehr.

Zuerst möchten wir Sarah Becker vorstellen: Sie arbeitet seit drei Jahren bei einem mittelständischen Kälte-Klima-Technik-Unternehmen. Bei ihrem Bewerbungsgespräch stand eine Frage weit oben: „Ist Home-Office möglich?“ Das darauf folgende „Ja“ ihres künftigen Chefs überraschte und freute sie. Denn bei vorherigen Gesprächen schaute sie nach dieser Frage nur in verdutzte Gesichter. Ihr heutiger Betrieb hatte bereits früh erkannt, dass Home-Office ein wichtiges Instrument ist, um neue Talente zu überzeugen.

Die Vorteile liegen auch auf der Hand: Mitarbeiter erhalten mehr Flexibilität und Lebensqualität, sie können Gleitzeit-Modelle verwirklichen und die Balance zwischen Familie und Beruf verbessern. Und sie halten den Betrieb auch in gesetzlich empfohlenen Quarantäne-Zeiten am Laufen, ohne ins Büro zu müssen.

Ein Tag im Home-Office.

Alles was Sarah für ihre Home-Office-Zeit braucht: ein Smartphone und ein Laptop. Auf beiden Geräten ist eine Software zur digitalen Auftragsabwicklung installiert. Darin legt sie in wenigen Klicks neue Aufträge an und weist sie bestimmten Handwerkern zu. Die haben ebenfalls ein eigenes Tablet und können ihre Aufträge von überall aus und jederzeit einsehen – Absprachen und Auftragszettel im Büro abholen sind also nicht nötig. Es kann am Morgen sofort losgehen.

An ihrem Laptop weist Sarah auch das benötigte Material für jeden einzelnen Auftrag zu. Und in einem übersichtlichen Kalender hat die Disponentin alle Aufträge eines Tages oder einer Woche im Blick – von jedem einzelnen Handwerker. So kann sie schnell neue Aufträge terminieren und koordiniert mit der integrierten Kartenfunktion die Einsatzplanung ihres Betriebs.

Frank, ihr Kollege aus der Buchhaltung, arbeitet auch einen Tag pro Woche von zuhause aus. Durch die integrierte Zeiterfassung und die Einträge zum verarbeiteten Material kann er im Handumdrehen Rechnungen vom Sofa aus erstellen und an Kunden rausschicken.

Cloud-Software bietet auch Handwerkern Home-Office-Möglichkeiten

Aber was ist mit den Handwerkern und Service-Technikern? Sie können mit der Software auch „ehemaligen Papierkram“ mit nach Hause nehmen, etwa das Nacharbeiten von Service-Berichten oder die Vorbereitung auf die Aufträge des nächsten Tages.

Möglich werden die Home-Office-Zeiten durch die cloudbasierte Software. Mit ihr sind alle Daten des Betriebs zentral und sicher abgelegt – und synchron für alle Mitarbeiter abrufbar. „Es erfordert schon etwas Selbstdisziplin, vom Sofa aus oder dem Schreibtisch zuhause zu arbeiten“, meint Sarah. Ihr helfe es, den Tag ähnlich zu strukturieren wie im Büro. Und den Haushalt oder das verlockende private Smartphone in der Arbeitszeit links liegen zu lassen. Aber es funktioniert gut in ihrem Betrieb.

Ein Tipp zum Schluss: Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt mit dem Förderprogramm „go-digital“ Handwerksunternehmen bei der Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen.

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