Gut geplant, in Echtzeit navigiert – Routenoptimierung für Handwerker

Handwerker aller Gewerke sind jeden Tag viel unterwegs – zu Baustellen, Wartungen oder Reparaturen. Das erfordert ein gutes Händchen für die tägliche Routenplanung. Oder ein gutes digitales Tool. Was das wirklich bringt, zeigt uns ein Elektro-Betrieb .

Montagfrüh, eine neue Woche beginnt. In Nadine Heinrichs Elektro-Betrieb sollte es eigentlich hektisch zugehen. Woanders kommen Handwerker um diese Zeit mürrisch ins Büro und holen ihre Auftragszettel ab. Hier eine kurze Auswertung zur Bundesliga vom Wochenende, dort ein schneller Schluck aus der Kaffeetasse. Doch Nadine sitzt allein im Büro und sieht an ihrem Bildschirm, wie ihre Kollegen zu den Aufträgen aus schwirren. Sie mussten maximal fix ins Lager, um fehlende Kabel, Verteiler und Stecker in den Transporter zu laden. Die Aufträge hatten sie bereits auf ihren Smartphones – denn Nadines Betrieb arbeitet seit drei Jahren mit einer Cloud-Software zur Einsatzplanung. Darin sind alle Aufträge digital angelegt – mit allen Kunden- und Auftragsdaten. Nadine ist die zentrale Schnittstelle zwischen Kunden und Kollegen. “Ich nehme die Anfragen an und plane dann für meine Kollegen möglichst effiziente Tagesrouten”, erzählt sie.

Möglichst effizient bedeutet: Die Aufträge eines Tages liegen alle etwa in einer Region – so werden lange Anfahrtswege und die Gefahr von Verspätungen deutlich reduziert. Nadine kennt ihre Stadt gut. Aber es ist eben keine Kleinstadt, sondern eine Metropole – niemand kennt hier jede Straße und jede Gegend im Detail. Insofern hilft es der Disponentin ungemein, dass in der Software neben dem Kalender für jeden Techniker auch Google Maps integriert ist. So kann sie die Tagesrouten viel leichter zusammenstellen. Über die Split View- und Full Screen-Funktionen könnte sie Karte und Kalender individuell anpassen – aber sie arbeitet eh mit zwei Bildschirmen. Wie in einer kleinen Schaltzentrale, von der aus sie ihre 21 Kollegen koordiniert.

Alle Kollegen und Qualifikationen im Blick

Dazu kommt: Jeder Transporter ihres Betriebs ist mit GPS ausgestattet – so kann Nadine sehen, wo welcher Techniker aktuell unterwegs ist. “Dies ist vor allem bei kurzfristigen Einsätzen wie Stromausfällen oder anderen Havarien hilfreich. Ein Blick auf die Karte und ich sehe, welcher Kollege in der Nähe des Einsatzortes ist”, erzählt Nadine. Sie kann in der Software zur Einsatzplanung auch nach Qualifikationen filtern. Gibt es einen Auftrag, bei dem spezielles Know-how gefragt ist, schickt sie nicht irgendwen hin, sondern einen Experten. Früher war diese Kenntnis abhängig von einzelnen Mitarbeitern – heute ist es für alle einseh- und nutzbar.

Und mit dem zusätzlichen Plug-in “Mobiles Lager” sieht Nadine sogar, welche Teile und Materialien ein Techniker geladen hat. Alles in Echtzeit. Für ihren Betrieb hat sich diese Routenoptimierung bereits ausgezahlt: Die Anfahrtswege sind kürzer, was die Treibstoffkosten senkt. Zudem konnten durch die effizient geplanten Tagesrouten die Leerlaufzeiten und Überstunden der Techniker reduziert werden. Nadine merkt die Verbesserung aber auch an anderer Stelle – am Telefon und im E-Mail-Postfach. “Seit der Einführung der Handwerker Software bekomme ich viel weniger Beschwerden. Wir halten die Termine mittlerweile sehr genau ein und können auch in Notfällen schnell reagieren”, freut sich Nadine.

Weniger Umwege, mehr Fokus auf die Arbeit

Auch für die Techniker hat die auf dem Smartphone installierte App Vorteile: Sie können sich mit Google Maps direkt zum nächsten Auftragsort hinlotsen lassen. Garantiert auf dem schnellsten Weg – denn die Routen werden auf Basis von Echtzeit-Verkehrsdaten ermittelt. Ist also auf der bekannten Route ein Stau, navigiert die Handwerker Software den Techniker über eine alternative Route. Vorher kam es öfter vor, dass sich Mitarbeiter mit weniger Ortskenntnis auf Nebenstraßen verzettelten und ihre Termine nicht halten konnten.

“Meine Kollegen können sich heute vielmehr auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und müssen sich nicht mit zeitfressenden Dingen wie Routen raussuchen oder Auftragszettel abholen beschäftigen”, meint Nadine am Ende dieses Tages. Für den Austausch zur Bundesliga und dem Kaffeeplausch verabreden sich die Techniker übrigens manchmal spontan – sie sehen ja über die App auch, wer in der Nähe und Pause hat. Ein Win-Win für alle also.

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