Extremwetter & Versicherungsschutz: Digitale Dokumentation wird wichtiger
Extremwetterereignisse wie Starkregen und Hagel haben in den letzten Jahren zu deutlich höheren Schadenssummen geführt. Gleichzeitig geraten Solar- und Photovoltaikanlagen, die im Zuge der Energiewende bei Betreibern elektrischer Anlagen auf immer größeres Interesse stoßen, stärker ins Zentrum versicherungstechnischer Anforderungen.
Mehr PV-Anlagen, mehr Extremwetter. Eine Kombination, auf die Versicherer bereits reagieren. Etwa dadurch, dass sie genauer auf Nachweispflichten schauen: Wer im Schadensfall keine lückenlose, nachvollziehbare Dokumentation vorlegen kann, riskiert Leistungskürzungen oder im schlimmsten Fall den vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes wegen einer Obliegenheitsverletzung. Eine exakte, sauber nachweisbare Dokumentation regelmäßiger Wartungen und Prüfungen wird dadurch sowohl für die Betreiber der Anlagen als auch für die Serviceunternehmen, die Wartungen und Prüfungen durchführen, immer wichtiger.
Betreiber
Für Betreiber technischer Anlagen wird eine saubere Dokumentation damit vom organisatorischen Detail zur wirtschaftlichen Notwendigkeit. Schließlich sind sie es, die im Schadensfall den Nachweis gegenüber dem Versicherer erbringen müssen.
Für Serviceunternehmen
Auch Serviceunternehmen, die Wartungen und Prüfungen an PV-Anlagen und Geräten durchführen, sind betroffen. Denn in der Regel ist es der Servicetechniker vor Ort, der den Berichte, Wartungsprotokoll oder andere Nachweise überhaupt erst erzeugt. Fehlende oder lückenhafte Nachweise belasten zwar in erster Linie den Betreiber. Auf zweiter Ebene aber ist es das Serviceunternehmen, dass nicht sauber dokumentiert hat, was nicht nur unzufriedene Kunden, sondern im Zweifel auch Regressansprüche nach sich zieht.
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1. Nachweispflicht in Versicherungen: Nicht neu, aber immer bedeutsamer
Die Pflicht, technische Anlagen nach den „anerkannten Regeln der Technik" zu betreiben und zu warten, ist in den Versicherungsbedingungen vieler Sach- und Elektronikversicherungen fest verankert.
Dies gilt seit dem 1. Januar 2024 auch verbindlich für Photovoltaikanlagen. Mit den seither greifenden VdS-Klauselprüfungen ist die wiederkehrende Prüfung nach DIN EN 62446-1 (VDE 0126-23-1) keine Empfehlung mehr, sondern aktive Versicherungsauflage. PV-Anlagen unterliegen damit denselben Betreiberpflichten wie andere elektrische Anlagen.
Besonders relevant wird das durch die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterlagen, denen PV-Anlagen aufgrund ihrer exponierten Lage auf dem Dach in besonderem Maß ausgesetzt sind:
- Starkregen → Feuchtigkeitseintritt in Anschlussdosen oder Wechselrichter, dadurch Kurzschlussgefahr
- Sturm → gelockerte oder korrodierte Modulbefestigung, Schäden an Dachhaken oder Unterkonstruktion
- Blitzschlag → fehlender oder defekter Überspannungsschutz am Wechselrichter, Folgeschäden an Modulen und Strangsicherungen
Ein lückenloser, jederzeit abrufbarer Nachweis über durchgeführte Prüfungen und Wartungen wird somit für Betreiber zu einer wichtigen Voraussetzung, um im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzenzubleiben.
2. Versicherer schauen genauer hin
Auch in der Prüfpraxis zeigt sich: Eine unklare Zuständigkeit wird zunehmend zum Risiko. Versicherer verlangen im Rahmen der VdS-Klauselprüfungen einen klar benannten Verantwortlichen, der die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen nach DIN EN 62446-1 bestätigt. Fehlt diese eindeutige Zuordnung, kann sich das im Schadenfall nachteilig auf die Regulierung auswirken.
Hinzu kommt eine zweite Verschärfung: Für die Prüfung selbst reicht eine klassische Elektrofachkraft ohne PV-spezifische Schulung oft nicht mehr aus. Gefordert sind zunehmend Prüfer mit nachgewiesener PV-Kompetenz. Für Betreiber bedeutet das: Es genügt nicht mehr, irgendeine Fachkraft zu beauftragen – Qualifikation und Zuständigkeit müssen dokumentiert und im Zweifel nachweisbar sein.
3. Digitale Dokumentation für lückenlose Nachweise
Papierbasierte Prüfprotokolle sind fehleranfällig: Sie gehen verloren, werden unvollständig ausgefüllt oder liegen im Schadensfall nicht in der geforderten Form vor. Genau hier setzt digitale Dokumentation an. Ein belastbarer Nachweis umfasst in der Regel:
- Zeitstempel und Ort der durchgeführten Prüfung oder Wartung
- Name und Qualifikation der ausführenden Fachkraft
- Durchgeführte Prüfschritte inklusive Messwerten, sofern normativ gefordert
- Festgestellte Mängel und deren Behebung
- Revisionssichere Archivierung über die geforderte Aufbewahrungsfrist
Ein digitales Prüfprotokoll, das direkt beim Einsatz vor Ort erstellt wird, erfüllt diese Anforderungen zuverlässiger als eine nachträglich am Schreibtisch ausgefüllte Papierliste.
4. Weniger Stress, mehr Kunden: Die beste Lösung für Serviceunternehmen!
Serviceunternehmen, die eine nahtlose und sichere Dokumentation ihrer Einsätze sicherstellen wollen, können dies mit einer professionellen Field Service Management Software sicherstellen. Lösungen wie mfr® planen, steuern und dokumentieren Außendiensteinsätze weitgehend automatisiert und garantiert lückenlos. Aufträge werden Schritt für Schritt und während der Wartung in der mobile App dokumentiert und gespeichert. Nach Abschluss lassen sich Serviceberichte oder Wartungsprotokolle direkt aus den abgearbeiteten Checklisten per Klick generieren.
- Techniker dokumentieren Prüfschritte und Messwerte direkt auf dem mobilen Endgerät, während sie vor Ort sind.
- Protokolle werden automatisch mit Kundenauftrag, Zeitstempel und ausführender Fachkraft verknüpft.
- Alle Nachweise liegen zentral und revisionssicher vor – auffindbar in Sekunden, wenn ein Versicherer sie im Schadensfall anfordert.
- Wiederkehrende Prüftermine lassen sich planen und automatisiert nachverfolgen, sodass keine Fristen aus dem Blick geraten.
Bei guten FSM-Lösungen wird dabei der gesamte Ablauf lückenlos erfasst – von der Auftragserstellung über die Ausführung vor Ort bis zum Abschluss mit digitaler Kundenunterschrift.
5. Wie genau funktioniert digitale Dokumentation in mfr®?
Mit mfr® erhalten Mitarbeiter perfekt strukturierte Aufträge mit allen wichtigen Informationen sowie auf den Auftrag zugeschnittenen Checklisten direkt auf die mfr® mobile App. Jeder Schritt wird während der Ausführung automatisch mit dem Portal synchronisiert, sodass die Dokumentation von selbst im Hintergrund läuft. Wird der Auftrag abgeschlossen, unterschreibt der Kunde in der App. Alle Dokumente stehen sofort dem Büro zur Verfügung. Die Rechnung kann direkt im Anschluss gestellt werden. Neben der sicheren Dokumentation der Aufträge, bietet die App weitere, für den Service wichtige Tools:
- Digitale Zeiterfassung
- Digitale Checklisten
- Fotodokumentation
- Digitale Unterschrift
- Digitaler Servicebericht
- Digitale Materialerfassung (Verbrauch)
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Wie hilft Field Service Management Software bei der Nachweispflicht?
Sie dokumentiert den gesamten Serviceeinsatz automatisch, von der Auftragserstellung bis zum Abschluss mit digitaler Kundenunterschrift, und stellt alle Nachweise zentral bereit, falls ein Versicherer sie anfordert.
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Was droht, wenn Prüfnachweise für die PV-Anlage fehlen?
Ohne lückenlose Dokumentation riskieren Betreiber Leistungskürzungen oder im schlimmsten Fall den vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes.
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Wer ist für die Nachweispflicht bei PV-Anlagen verantwortlich
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Was sind die Vorteile digitaler Dokumentation?
Papierbasierte Protokolle gehen leicht verloren, werden unvollständig ausgefüllt oder liegen im Schadensfall nicht in der geforderten Form vor. Digitale, direkt vor Ort erstellte Prüfprotokolle sind zuverlässiger und jederzeit auffindbar.
